Inklusion bewegt – Kinder- und Jugendarbeit
Der bsj Marburg unterstützt seit 1995 die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen. Hierbei stehen insbesondere die Öffnung von Natur- und Erfahrungsräumen sowie die Zugänge zu kind- und jugendgerechten Freizeitmöglichkeiten und Aneignungsformen im Zentrum.
Durch mangelnde Teilhabechancen sind vielen Kindern natur- und körperbezogene Erfahrungen in hohem Maße verwehrt. Heranwachsen, Autonom-Werden und eine eigene Identität herauszubilden heißt aber auch Räume und Möglichkeiten zu haben, sich zu entwickeln. Hierbei spielen u.a. Körper- Sozial- und Raumerfahrungen eine herausragende Rolle. Sich in unterschiedlichsten Situationen zu spüren, Ausprobieren zu dürfen und sich als selbstwirksam erleben zu können sind in diesen Prozessen ebenso wesentlich wie notwendige Peer- und Gruppenerfahrungen.
Gefördert durch den Kinder- und Jugendplan (KJP) verwirklicht der bsj seine inklusive Arbeit wie folgt:
Gruppen des gesamten Bundesgebietes besuchen seit 1995 die Bildungsstätte „Zerum Ueckermünde“ am Stettiner Haff, um dort an außeralltäglichen Bildungserfahrungen bei Inklusion am Haff (ehemals Integrationsprojekt) teilzuhaben. Hierbei spielen neben vielen anderen Zugängen in hohem Maße wasserbezogene Aktivitäten eine hervorgehobene Rolle (u.a. durch den sogenannten Rollisegler oder das Katamaran-Floß Sila-Vega, siehe Inklusion am Haff).
Eine bundesweite Fachstelle zur Inklusion im Freizeitbereich berät und qualifiziert darüber hinaus Fachkräfte der Jugendarbeit und Eingliederungshilfe kostenfrei bei ihren inklusiven Bestrebungen. Die Teilhabechancen an allen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sollen hierbei verbessert werden.
