Seit mehr als 25 Jahren ist der bsj Marburg mit vielen Grundschulen in einer sehr guten Kooperation tätig. Speziell das Vorhaben „Schulsozialarbeit bewegt Grundschulen – Das Spinnennetz als Wegbegleiter zum Bildungserfolg“ hat seit 2015, mit bis zu 115 jährlichen Wochenprojekten, rund 20.000 Kinder und 1.000 Lehrkräfte im Landkreis Marburg-Biedenkopf auf dem Weg in die Natur begleitet.
Wie kann man sich das vorstellen, wenn ein Träger der Kinder- und Jugendhilfe für eine Woche in eine Grundschule kommt und seine Prinzipien des Sozialgesetzbuch VIII als handlungsleitendes Ziel im Gepäck hat? Wie setzt der bsj Marburg den Auftrag der Autonomiegewinnung in einem Wochenprojekt an einer Grundschule um? Was bedeutet in diesem Kontext „Autonomie“ und wie können Kinder Neugierde und Selbstwirksamkeit, Beteiligung und Teilhabe, Einmischung, Selbstverantwortung, Spontanität, Initiative sowie Kommunikation und Gemeinschaft erleben und vor allem selbst gestalten? Und welche Rolle spielt hier die Natur?
Wir haben einen 5-minütige Dokumentation zu dem Projekt gedreht, die Sie sich HIER ansehen können. Sie bietet einen Einblick in die praktische Arbeit und macht die pädagogische Haltung des bsj Marburg deutlich.
Kurze Zusammenfassung des Vorhabens: Kinder und Lehrkräfte profitieren in hohem Maße von dem Aufenthalt im Wald: die Kinder suchen sich eigene Abenteuer und Herausforderungen und gewinnen Autonomieerfahrungen. Sie erleben Unbekanntes und Fremdes; dies fordert sie auf, sich in ungewohnten Rollen zu erproben und es bilden sich neue Freundschaften und Gruppen. Die Lehrkräfte wiederrum haben Zeit, die Kinder in einem anderen Kontext als der Schule zu beobachten und gewinnen neue wertvolle Erkenntnisse über einzelne Kinder und ihre Klasse. Gefördert wird das Vorhaben vom Landkreis Marburg-Biedenkopf. Einige Schulen finanzieren das Wochenprojekt auch aus eigenen Mitteln.
