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Demokratie unter Druck

Ein Politparcours zur Stärkung demokratischer Handlungskompetenz

Viele Jugendliche erleben derzeit, dass gesellschaftliche Debatten härter werden: Polarisierung, populistische Vereinfachungen und gezielte Desinformation – besonders in sozialen Medien – erschweren Orientierung und sachlichen Austausch. Der Politparcours „Demokratie unter Druck“ setzt hier an und eröffnet einen erfahrungsorientierten Zugang zu Demokratie: nicht als reinen Unterrichtsgegenstand, sondern als etwas, das man erlebt, aushandelt und gestaltet.

Der Politparcours besteht aus drei inhaltlichen Säulen, die einen roten Faden bilden und unterschiedliche Facetten demokratischen Zusammenlebens sichtbar machen: In „Kleine Menschen, große Taten“ lernen die Teilnehmenden inspirierende Beispiele von Engagement kennen und entwickeln eigene Anliegen und Wege, sie sichtbar zu machen. In „Der Umzug“ erfahren sie in einem Planspiel, wie Regeln entstehen, wie anstrengend Aushandlung sein kann – und was Beteiligung, Mehrheitsprinzip und Minderheitenschutz praktisch bedeuten. In „Echt jetzt? Fake News!“ stärken sie ihre Medien- und Urteilskompetenz und reflektieren Verantwortung im digitalen Raum. Jede Säule kann einzeln oder in Kombination durchgeführt und an Zielgruppe, Zeit und Kontext angepasst werden. 

Ein wesentliches Kernstück des Angebots sind interaktive Übungen, Diskussionen und Reflexionsphasen, in denen die Jugendlichen unterschiedliche Perspektiven ausprobieren, Entscheidungen begründen und ihre Erfahrungen auf Schule, Alltag und digitale Räume übertragen. Der Politparcours ist dabei bewusst als bewertungsfreier Lernraum gedacht, der Mut macht, sich zu äußern, Fragen zu stellen und Widerspruch auszuhalten – ohne „richtige“ Meinungen vorzugeben. 

Wesentliche Ziele des Bildungsangebotes sind:

  • Demokratie als etwas Lebendiges und Gestaltbares erleben
  • Mitspracherecht und Verantwortung als zusammengehörig verstehen
  • erfahren, dass demokratische Prozesse mühsam, aber notwendig sind
  • Selbstwirksamkeit und Mut zur Beteiligung stärken (auch bei jungen Menschen)
  • Kompromissfähigkeit und Perspektivwechsel einüben
  • Urteilskompetenz und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Informationen und Medien fördern 

Das Angebot ist offen für alle – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung – und wird inklusiv ausgerichtet. Digitale Elemente (z. B. mit Tablets) ermöglichen interaktive und barriereärmere Zugänge.

Gruppenstärke: 10 bis maximal 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 
Zielgruppen: Jugendliche und junge Menschen (ca. 14–21 Jahre), Schulklassen, Jugendgruppen, Auszubildende
Dauer: modular buchbar; i. d. R. 1,5 Stunden pro Säule (kombinierbar bis zum Projekttag; empfehlenswert sind größere Zeitfenster für Vertiefung) 
Ort: in Schulen, Jugendhäusern oder Bildungseinrichtungen (nach Absprache)

Jede Säule kann auch eigenständig z.B. als dreistündiger Workshop durchgeführt werden.