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Bildungshaus am Teufelsgraben

Das Bildungshaus am Teufelsgraben ist bundesweit einmalig, weil es Kindergruppen außeralltägliche und außerschulische Bildungserfahrungen in einem besonderen Rahmen ermöglicht. Das Bildungshaus wurde 2015 mit dem Ziel erbaut, Kindern bestmögliche Zugänge in die Natur zu eröffnen.

Morgens wandern die Gruppen in den nahegelegenen Wald, und was sie von dort an Erfahrungen und Schätzen mitbringen, können sie im Bildungshaus verarbeiten. In dem lichtdurchfluteten, durch Fenster mit der Natur verbundenen Haus und der angrenzenden Freifläche können Kinder forschen, experimentieren, handwerken, gestalten, Projekte entwickeln und die Natur auf sich wirken lassen. Im Bildungshaus werden Wochenprojekte durchgeführt. Eine Nutzung für Tagungen oder Fachveranstaltungen ist nach Absprache möglich.


Das erwartet Sie in einem gemeinsamen Projekt

Wenn Sie mit Ihrer Kindergartengruppe ins Bildungshaus kommen wollen, melden Sie sich am besten frühzeitig bei uns. Die Nachfrage nach Mehrtagesprojekten ist oft höher als unsere zeitlichen Möglichkeiten.

Wenn Sie eine Zusage haben, nehmen wir uns Zeit, mit Ihnen gemeinsam das Mehrtagesprojekt zu planen und durchzuführen. Wir berücksichtigen institutionsspezifische Organisationsstrukturen und die Zusammensetzung und Größe der Kindergruppe und versuchen alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Dabei soll das Projekt offen strukturiert sein, so dass ein ungezwungenes Nebeneinander und Miteinander der Kinder und der betreuenden Fachkräfte stattfinden kann. Jeder und jede kann und darf seinen Interessen und seinen Bedürfnissen nachgehen. Und doch ist uns auch eine Struktur in unseren Projekten wichtig! Wir starten mit einer gemeinsamer Runde, essen gemeinsam und schließen jeden Tag mit einer Abschlussrunde ab.

Durch die Projektlänge haben die Kinder die Möglichkeit ganz anzukommen und sich auf die aufkommenden Fragen einzulassen. Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben IHREN Fragen ohne Ziel vor den Augen ernsthaft nachzugehen. Im Bildungshaus befindet sich viel Material, u.a. Werkbänke, Mikroskope, Becherlupen, Staffeleien, Pinsel, Farben, Kameras, Kescher, Thermometer, Waagen, Mörser, Bestimmungsbücher und eine große Küche, die zur weiteren Bearbeitung von Fundstücken aus der Natur oder von Fragen einladen. Die Möglichkeiten sind so unterschiedlich wie die Kinder, so dass jeder und jede nach seinem individuellen Interesse den Fragen auf den Grund gehen kann, auch über mehrere Tage und nach Wunsch begleitet von den Fachkräften.

Wir können auf jahrelange Erfahrung und einen großen Materialpool zurückgreifen, so dass jedes Projekt für sich einzigartig ist und bleiben wird.

Da das Projekt von der Stadt gefördert wird, sind die Kosten für städtische Einrichtungen geringer als für Einrichtungen von außerhalb.

Ihre Ansprechpartnerin
Karen Rohlfs
Biegenstraße 40, 35037 Marburg, Tel: 06421/68533 -20, Fax: 06421/68533 -22
rohlfs(at)bsj-marburg(dot)de


Das erwartet Sie in einem gemeinsamen Projekt

Für Grundschulklassen und Nachmittagsbetreuungsgruppen bietet das Bildungshaus mit seinen Möglichkeiten einen spannenden und anregungsreichen Erfahrungsraum. In unseren Projekten bieten sich naheliegende Anknüpfungsmöglichkeiten zum Sachunterricht. Hierzu wurde in Marburg mit personeller Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums ein Modellprojekt an Grundschulen erprobt.

Ziel ist es, die Möglichkeiten eines außerschulischen Bildungsortes wie das Bildungshaus am Teufelsgraben oder Naturräume im schulnahen Umfeld (z.B. Wald, Wiese, Fluss, Bach) im Rahmen des Sachunterrichts zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen intensive und umfangreiche, häufig praktische Erfahrungen, die den Kindern nachhaltige, selbständige und erfahrungsorientierte Bildung  ermöglichen. Gerade für das forschend-entdeckende Lernen soll viel Raum und Zeit zur Verfügung stehen. Dies beinhaltet vielseitiges Erleben der Natur: Staunen, Fragen, gemeinsames Suchen nach Erklärungen und das gemeinsame Ausprobieren von Lösungswegen. Methodisch werden sachunterrichtliche Inhalte praktisch und handelnd und die Versuche in konkreter Planung und Durchführung von den Kindern selbsttätig und prozessoffen durchgeführt. Diese Herangehensweise kommt vielen Bildungs-, Lern- und Denkprozessen der Kinder entgegen.
Wieso, weshalb, warum?

Das forschend-entdeckende Lernen in der Natur setzt sich mit Staunenswertem, mit Fragen und der Suche nach Erklärungen auseinander. Es geht dabei um Phänomene, die in offenen Naturräumen, aber nicht in Büchern oder Laboren, erlebbar sind. Hinter diesen Naturphänomenen, wie den riesigen Bäumen mit ihren grünen, später gelben oder roten Blättern bzw. ihrem blattlosen Winterdasein, stehen biologische Zusammenhänge und Naturgesetzmäßigkeiten.

Ausgewählte faszinierende Wirkmechanismen der Natur können durch Beobachtung und kleine, möglichst selbst entwickelte Experimente etwas enträtselt werden. Entdeckungen vor Ort wird mit einfachen Mitteln auf den Grund gegangen. Ein ganzheitlicher, alle Sinne einschließender Zugang verknüpft sich mit biologischem Hintergrundwissen, das gemeinsam forschend hervorgebracht wird. Dabei kommen auch größere Zusammenhänge, die das Leben auf unserem Planeten betreffen, in den Horizont.

Naturphänomene zu verstehen bedeutet auch, sich intensiv auszutauschen, neue Wörter zu finden und zu erfinden. Solche Auseinandersetzungen haben immer auch ein enormes Potential für sprachliche Förderung und Bildung. Ähnliche Potentiale können auch in Bezug auf mathematische, bewegungsorientierte, gestalterische und kreative Themenbereiche zielgerichtet aufgegriffen werden.
Wenn Grundschulkinder durch die Wälder des Teufelsgrabens streifen und sich von der Offenheit, Andersheit und Lebendigkeit der Natur inspirieren lassen, dann kann das nicht nur mit viel Unruhe sondern auch mit Ruhe und Langsamkeit - gerade auch im und am Bildungshaus - verbunden sein. Vielen Bildungs-, Lern- und Denkprozessen kommt dies entgegen.

Haben Sie noch Fragen und/oder Interesse an einem Projekt mit Ihrer Klasse, Intensivklasse oder Nachmittagsbetreuungsgruppe, melden Sie sich gerne bei uns.

Ihre Ansprechpartnerin
Karen Rohlfs
Biegenstraße 40, 35037 Marburg, Tel: 06421/68533 -20, Fax: 06421/68533 -22
rohlfs(at)bsj-marburg(dot)de