ESF-Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance - Marburger Projekt gegen Schulverweigerung
Im Jahr 2006 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Programm Schulverweigerung – Die 2. Chance gestartet, welches aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert wird. Seit 1. September 2006 werden im gesamten Bundesgebiet lokale Projekte gefördert, die schulverweigernde Schüler/innen dabei unterstützen, wieder regelmäßig die Schule zu besuchen und hierdurch ihre Chancen auf einen Schulabschluss und damit auch auf einen Ausbildungsplatz deutlich zu erhöhen. Derzeit gibt es 194 Koordinierungsstellen. In diesen Koordinierungsstellen stehen den Jugendlichen vor Ort „Case Manager“ als Begleiter/innen zur Verfügung. Auf diesem Wege sollen junge Menschen Angebote erhalten, um einen Weg zurück in den Schulalltag zu finden. Die 2. Chance richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren bis zum Beginn der letzten Klassenstufe, die eine Förder-, Haupt-, Real- oder Gesamtschule besuchen und ihren Schulabschluss durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden.
Die Stadt Marburg, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der bsj Marburg haben sich gemeinsam erfolgreich um eine Aufnahme in das Modellprogramm beworben. Seit Oktober 2006 besteht eine Koordinierungsstelle unter Trägerschaft des bsj in Marburg. In intensiver Zusammenarbeit mit den Schulen und den sozialen Trägern der Region werden bis zu 30 Heranwachsende betreut. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften der Schulen sowie den zuständigen Jugendhilfeträgern wird für den jeweiligen Jugendlichen eine systematisierte Hilfeplanung durch schulische Unterstützung, individuelle Förderangebote und eine intensive Eltern- und Netzwerkarbeit entwickelt. Seit September 2009 besteht darüber hinaus das Angebot einer separaten Elternberatung und Elternbegleitung. Eine Teilnahme an dem Projekt ist in der Regel für 12 Monaten möglich. Der Einstieg ist nicht an feste Termine gebunden und kann jederzeit erfolgen.
Geleitet wird das Team der Koordinationsstelle von Dipl.-Sozialpädagogin Uta Rodenkirchen. Zum Team gehören Lisa Britsch, Sebastian Habura, Kathrin Nordheim und Martin Müller, sowie geschulte Honorarkräfte.
Für Informationen zur Konzeption, Anfragen bzw. einen ersten Kontakt zum Marburger Projekt gegen Schulverweigerung wenden Sie sich bitte an:
bsj e.V.
Projektbüro Schulverweigerung – Die 2. Chance
Uta Rodenkirchen
Biegenstraße 40
35037 Marburg
Tel. (06421) 68533-14
Fax (06421) 68533-22
Rodenkirchen(at)bsj-marburg.de
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